Samstag, 26. Dezember 2009
Parque Tunari
Mittwoch, 23. Dezember 2009
Feliz Navidad!
Lange nichts mehr geschrieben.... Bin geflogen, gewandert (werde ich noch von berichten), hab Abschiede und Geburtstage gefeiert, hab auch in den Ferien fast jeden Tag den Computerraum fuer die Kids aufgemacht und einen Kalender fuer 2010 produziert. In den letzten Tagen haben mich morgens 30 Kinder erwartet (wir haben 15 Computer). "Profe, Profe!!!!!!"
Schoen, ein bisschen mehr Zeit fuer die Kinder zu haben, einige Namen zu lernen und sie auf der Strasse wiederzuerkennen. Habe viele neue Spiele installiert, u.a. ein Memory mit den Bildern von den Kids selbst; und hab natuerlich alle Einstellungen von den Computern veraendert.
Heute war das Weihnachtsfruehstueck zu dem 400 Kinder erwartet wurden. Alle Kinder der Comunidad haben Kakao, ein Brot und anschliessend eine Tuete mit Spielzeug und Suessigkeiten bekommen. Genau wie bei der Wahl mussten die Kinder ihren Finger in unabwaschbare Tinte tauchen. Ich habe waehrenddessen Bilder und Kalender verkauft.
Danach durch die Stadt mit Trufi-Taxi zurueck. Ein einziges Verkehrschaos. Ganz Cochabamba ist am 23. und 24. in der Stadt, alles dicht. Ich muss zum Glueck nichts mehr einkaufen. Bereit fuer Weihnachten, auch wenn das Wetter dazu nicht passt. Nachts kommt durch die vielen Lichterketten in der Stadt aber sogar ein bisschen Weihnachtsstimmung auf. Das Haus ist auch voll von Weihnachts-"Adornos", mein neues Lieblingswort. Weihnachtsbaum wird nach deutscher Tradition auch erst am 24. aufgestellt, und das Christkind kommt auch erst morgen in die Krippe.
Ich wuensche Euch allen Frohe Weihnachten!!!!!!!
Michael
Schoen, ein bisschen mehr Zeit fuer die Kinder zu haben, einige Namen zu lernen und sie auf der Strasse wiederzuerkennen. Habe viele neue Spiele installiert, u.a. ein Memory mit den Bildern von den Kids selbst; und hab natuerlich alle Einstellungen von den Computern veraendert.
Heute war das Weihnachtsfruehstueck zu dem 400 Kinder erwartet wurden. Alle Kinder der Comunidad haben Kakao, ein Brot und anschliessend eine Tuete mit Spielzeug und Suessigkeiten bekommen. Genau wie bei der Wahl mussten die Kinder ihren Finger in unabwaschbare Tinte tauchen. Ich habe waehrenddessen Bilder und Kalender verkauft.
Ich wuensche Euch allen Frohe Weihnachten!!!!!!!
Michael
Donnerstag, 3. Dezember 2009
San Benito - Parte 4
Zusammen mit den Familien haben wir die Tage verbracht, gegessen, Fischen gefahren, Fussball gespielt (ja, Christoph, aber mit Alirio und Sisa wars noch lustiger), gebadet, Mais gesaet und Fruechte gesammelt, an einem Kanu gearbeitet. Auf besonderen Wunsch von Sven und Sabine reiche ich auch noch ein Spinnenbild nach.
Was mir aber mehr auf dem Herzen liegt als die Aktiviaeten zu beschreiben, ist, was ueber die Probleme zu schreiben:
Die Indigenas nutzen Flusswasser fuer alles. Baden, Waschen, Kochen, direkt Trinken. Es gibt noch weitere Doerfer Flussaufwaerts. Ausserdem ist die mobile Kokainherstellung ein grosses Problem. Die chemischen Abfaelle werden in die Fluesse gegossen. Wie schon geschrieben, ich habe nur an 2 Stellen im ganzen Dorf gesehen, dass sie Regenwasser sammeln. Delpia wird da hoffentlich was unternehmen. Das Wasser hat wahrscheinlich uns 4 Touristen Amoeben oder aehnliches beschert. Die Indigenas haben allerindgs keine aerztliche Versorgung, koennen sich nicht einfach Medikamente in der Apotheke kaufen.
Die Kokablaetter, die im Chapare angebaut werden, eignen sich nicht zum traditionellen (legalen) Gebrauch, also dem Kauen. Nur zur Kokainherstellung. Deshalb ist (eigentlich) klar, dass der gesamte Koka-Anbau im Chapare illegal ist. Trotzdem bauen selbst die Indigenas im grossen Stil Koka an. Wir haben - noch tief im Wald - Koka-Felder gesehen. Die Bolivianer an sich und die Indigenas haben die Einstellung, sich von der Natur nehmen zu koennen, was sie wollen. So haben wir bei einem Waldspaziergang 3 (!!!) Baume gefaellt, nur um ein paar langweilige Nuesse zu ernten. Wald wird fuer Felder gerodet, manchmal hat der Eigentuemer (in der Communidad kann sich jeder soviel Wald bzw Land nehmen, wie er will) keine Lust und das Feld liegt brach. Delpia arbeitet daran, den Indigenas Alternativen zum Koka aufzuzeigen, z.B. durch den Anbau von Mais. Aber Koka ist einfach die anspruchsloseste Pflanze und die ertragreichste. Man sagt auch, dass man auf einem Feld, auf dem Koka angebaut wurde, spaeter nichts anderes mehr anbauen kann.
Ein weiteres fuer Bolivien typisches Problem ist, dass die Menschen ihren Muell ueberall hinschmeissen. Die Indigenas haben keinen STrom, aber nutzen Taschenlampen und Radios, sogar einen MP3-Spieler habe ich gesehen. Die Batterien werden ueberall hingeworfen, auf den Weg, aufs Feld, hinters Haus.... und ueber die 200 Bierdosen und 6 Pepsi-Flaschen, die die Familien mit uns aus dem naechsten Dorf (ca 1. Stunde zu Fuss, Kanu, zu Fuss und mit Taxi) geholt haben, werden bestimmt die naechsten Touristen stolpern.
Diese Einstellung zur Natur ging bis vor ein paar Jahren ja noch gut. Aber mittlerweile ist der Fluss eben kontaminiert, der Abfall verwest nicht mehr einfach so von sich aus und der Wald wird immer weniger. Delpia versucht natuerlich - wie viele andere Organisationen - hier mit Workshops und Ausbildungen aufzuklaeren, wieviel Erfolg das ganze Programm an sich hat oder haben wird, kann ich aber nicht beurteilen. Sicher ist aber, dass es noch viel Arbeit ist und dass vor allem gegen den aufkommenden Alkoholkonsum auch etwas unternommen werden muss.
Ich bin froh, diese Erfahrung gemacht zu haben. Im letzten Jahr mit Christoph war ein Besuch bei den Indigenas in Ecuador eher paradisisch. Jetzt habe ich eine andere Realitaet kennengelernt.
Was mir aber mehr auf dem Herzen liegt als die Aktiviaeten zu beschreiben, ist, was ueber die Probleme zu schreiben:
Die Indigenas nutzen Flusswasser fuer alles. Baden, Waschen, Kochen, direkt Trinken. Es gibt noch weitere Doerfer Flussaufwaerts. Ausserdem ist die mobile Kokainherstellung ein grosses Problem. Die chemischen Abfaelle werden in die Fluesse gegossen. Wie schon geschrieben, ich habe nur an 2 Stellen im ganzen Dorf gesehen, dass sie Regenwasser sammeln. Delpia wird da hoffentlich was unternehmen. Das Wasser hat wahrscheinlich uns 4 Touristen Amoeben oder aehnliches beschert. Die Indigenas haben allerindgs keine aerztliche Versorgung, koennen sich nicht einfach Medikamente in der Apotheke kaufen.
Die Kokablaetter, die im Chapare angebaut werden, eignen sich nicht zum traditionellen (legalen) Gebrauch, also dem Kauen. Nur zur Kokainherstellung. Deshalb ist (eigentlich) klar, dass der gesamte Koka-Anbau im Chapare illegal ist. Trotzdem bauen selbst die Indigenas im grossen Stil Koka an. Wir haben - noch tief im Wald - Koka-Felder gesehen. Die Bolivianer an sich und die Indigenas haben die Einstellung, sich von der Natur nehmen zu koennen, was sie wollen. So haben wir bei einem Waldspaziergang 3 (!!!) Baume gefaellt, nur um ein paar langweilige Nuesse zu ernten. Wald wird fuer Felder gerodet, manchmal hat der Eigentuemer (in der Communidad kann sich jeder soviel Wald bzw Land nehmen, wie er will) keine Lust und das Feld liegt brach. Delpia arbeitet daran, den Indigenas Alternativen zum Koka aufzuzeigen, z.B. durch den Anbau von Mais. Aber Koka ist einfach die anspruchsloseste Pflanze und die ertragreichste. Man sagt auch, dass man auf einem Feld, auf dem Koka angebaut wurde, spaeter nichts anderes mehr anbauen kann.
Ein weiteres fuer Bolivien typisches Problem ist, dass die Menschen ihren Muell ueberall hinschmeissen. Die Indigenas haben keinen STrom, aber nutzen Taschenlampen und Radios, sogar einen MP3-Spieler habe ich gesehen. Die Batterien werden ueberall hingeworfen, auf den Weg, aufs Feld, hinters Haus.... und ueber die 200 Bierdosen und 6 Pepsi-Flaschen, die die Familien mit uns aus dem naechsten Dorf (ca 1. Stunde zu Fuss, Kanu, zu Fuss und mit Taxi) geholt haben, werden bestimmt die naechsten Touristen stolpern.
Diese Einstellung zur Natur ging bis vor ein paar Jahren ja noch gut. Aber mittlerweile ist der Fluss eben kontaminiert, der Abfall verwest nicht mehr einfach so von sich aus und der Wald wird immer weniger. Delpia versucht natuerlich - wie viele andere Organisationen - hier mit Workshops und Ausbildungen aufzuklaeren, wieviel Erfolg das ganze Programm an sich hat oder haben wird, kann ich aber nicht beurteilen. Sicher ist aber, dass es noch viel Arbeit ist und dass vor allem gegen den aufkommenden Alkoholkonsum auch etwas unternommen werden muss.
Ich bin froh, diese Erfahrung gemacht zu haben. Im letzten Jahr mit Christoph war ein Besuch bei den Indigenas in Ecuador eher paradisisch. Jetzt habe ich eine andere Realitaet kennengelernt.
Mittwoch, 25. November 2009
San Benito - Parte 3
Die Gegend ist immer noch reich an Pflanzen und Tieren. Wir haben zwar keine Affen oder Kaimane gesehen und es gibt auch keine Flussdelphine (dafuer muss man noch weiter rein in den Urwald, bzw. in eine andere Region, Beni), es gibt aber z.B. unzaehlige Arten von Schmetterlingen, darunter riesige und transparente. Viele Fruechte wachsen wild, vor allem natuerlich Bananen. Im Wald selbst gibt es viele Klettermoeglichkeiten durch die Lianen, aber vor allem mal Mosquitos. Unter den Blumen ist diese eine in den drei Farben Boliviens strahlende hervozuheben - Name vergessen. Von Spinnen und Pilzen lade ich jetz mal keine Bilder hoch.
San Benito - Parte 2
Die Indigenas und auch die Touristen wohnen in einfachen Cabañas. Man schlaeft wegen Geziefer und evtl. auch mal Hochwasser im 2. Stock bzw. etwas ueber dem Boden.
Gekocht und gegessen wird, wenn vorhanden, in einer anderen Huette. Einige Familien haben sogar einen Gas-Herd, aber immer auch eine Feuerstelle auf dem BOden.
Gegessen wird viel Bananen in jeder Art (gegrillt, fritiert, gekocht, ....), Yukka (Verwandte der Kartoffel, lecker) und Reis mit Fisch und Huehnchen. War alles recht lecker. Das exotischste war Fischsuppe zum Fruehstueck, wobei das Bild eine Fischsuppe einer anderen Familie von Mittags zeigt. Ganz so aggresiv war unser Fruehstueck dann doch nicht.
Getrunken wird meist Mate (Krauetertee). Die Familien wissen zwar, dass fuer die Touristen das verwendete Wasser immer abgekocht werden muss. Nur ob 30 Sekunden kochen ausreicht ist fraglich. Geschirr wird natuerlich in ungekochtem Wasser gewaschen und ab und zu werden Fruechte in ungekochtem Wasser aufgewaermt. Obwohl es viel regnet und Regenauffangsysteme nun nicht zu den komplexesten Erfindungen der Menschheit gehoeren, nutzen die Menschen dort das Flusswasser zum kochen, waschen, baden, trinken... und die Doerfer Flussaufwaerts auch. In dem ganzen Dorf hab ich nur 2 mal eine Plastikplane und einen Eimer bzw. Eimer unterm Dach aufgestellt gesehen. Noch ernster sind wohl die Abfallprodukte der mobilen Kokainhersteller, die diese einfach in den Fluss kippen. Jedenfalls kann man eigentlich davon ausgehen, dass man sich irgendwas einfaengt. Ich hab nun Amoeben und noch ein paar Freunde.
Gekocht und gegessen wird, wenn vorhanden, in einer anderen Huette. Einige Familien haben sogar einen Gas-Herd, aber immer auch eine Feuerstelle auf dem BOden.
Gegessen wird viel Bananen in jeder Art (gegrillt, fritiert, gekocht, ....), Yukka (Verwandte der Kartoffel, lecker) und Reis mit Fisch und Huehnchen. War alles recht lecker. Das exotischste war Fischsuppe zum Fruehstueck, wobei das Bild eine Fischsuppe einer anderen Familie von Mittags zeigt. Ganz so aggresiv war unser Fruehstueck dann doch nicht.
Getrunken wird meist Mate (Krauetertee). Die Familien wissen zwar, dass fuer die Touristen das verwendete Wasser immer abgekocht werden muss. Nur ob 30 Sekunden kochen ausreicht ist fraglich. Geschirr wird natuerlich in ungekochtem Wasser gewaschen und ab und zu werden Fruechte in ungekochtem Wasser aufgewaermt. Obwohl es viel regnet und Regenauffangsysteme nun nicht zu den komplexesten Erfindungen der Menschheit gehoeren, nutzen die Menschen dort das Flusswasser zum kochen, waschen, baden, trinken... und die Doerfer Flussaufwaerts auch. In dem ganzen Dorf hab ich nur 2 mal eine Plastikplane und einen Eimer bzw. Eimer unterm Dach aufgestellt gesehen. Noch ernster sind wohl die Abfallprodukte der mobilen Kokainhersteller, die diese einfach in den Fluss kippen. Jedenfalls kann man eigentlich davon ausgehen, dass man sich irgendwas einfaengt. Ich hab nun Amoeben und noch ein paar Freunde.
Montag, 23. November 2009
San Benito - Parte 1
Von Sonntag bis Mittwoch war ich - organisiert von DELPIA (s. Links) im Urwald. DELPIA will die Kultur und die Identitaet der Indigenas "Yurakarés" bewahren und staerken. Den Lebensraum schuetzen und Alternativen zum Kokaanbau schaffen. Dazu werd ich spaeter noch was schreiben. Durch die Bedrohung und Einschraenkung ihres Lebensraumes, ist die Zahl der Yurakarés auf insgesamt 3000 zurueckgegangen. In der Comunidad "San Benito" leben ca. 200 Yurakarés. Maximal 4 Touristen gleichzeitig besuchen diese Comunidad und werden von den Familien bewirtet und betreut. Jeweils 2 Touristen leben mit einer indigenen Familie zusammen, spielen, kochen, fischen, arbeiten... Geschlafen haben wir in einer fuer Touristen gebauten Cabaña auf weichem Holz und einer aus Bambus geflochtenen Matte unter Mosquitonetzen.
Die ersten beiden Tage war es noch bewoelkt, aber dann 35 Grad im Schatten. Zusammen mit der hohen Luftfeuchtigkeit haut einen das ziemlich um. Und dann noch diese Mosquitos. Im Sommer (auch Regenzeit) ist es besonders schlimm. Besser man geht Mai-September in den Dschungel. Mein Repelente ("Antibrumm") hat aber gut funktioniert. Die, die keins aufgetragen hatten, hatten immer einen Schwarm Mosquitos um oder hinter sich. Insgesamt hab ich nur geschaetzte 150 Stiche. Dengue-Fieber und Malaria sind kein Thema, man kann sich beruhigt stechen lassen.
Die Comunidad liegt direkt am Rio Isiboro. Hier ein paar Eindruecke von dem Doerfchen. Ich werde noch ein paar weitere Blogs zum Thema Wohnen und Essen, Fischen, Urwald und zu meinen Eindruecken und den Problemen schreiben. Es gibt dazu naemlich noch viel zu sagen.
Die ersten beiden Tage war es noch bewoelkt, aber dann 35 Grad im Schatten. Zusammen mit der hohen Luftfeuchtigkeit haut einen das ziemlich um. Und dann noch diese Mosquitos. Im Sommer (auch Regenzeit) ist es besonders schlimm. Besser man geht Mai-September in den Dschungel. Mein Repelente ("Antibrumm") hat aber gut funktioniert. Die, die keins aufgetragen hatten, hatten immer einen Schwarm Mosquitos um oder hinter sich. Insgesamt hab ich nur geschaetzte 150 Stiche. Dengue-Fieber und Malaria sind kein Thema, man kann sich beruhigt stechen lassen.
Die Comunidad liegt direkt am Rio Isiboro. Hier ein paar Eindruecke von dem Doerfchen. Ich werde noch ein paar weitere Blogs zum Thema Wohnen und Essen, Fischen, Urwald und zu meinen Eindruecken und den Problemen schreiben. Es gibt dazu naemlich noch viel zu sagen.
Donnerstag, 19. November 2009
Tausendundeine Vokabel
El ultimo viernes terminé aprender mi mil-y-primero vocablo. Por eso escribo este pequeno blog en espanol. Tengo una tabla de OpenOffice con las palabras que aprendo 7 vezes antes de moverlo en la tabla de palabras terminadas. La tabla incluye palabras faciles como la muerte, porque a vezes me equivoquo con el género, palabras importantes como flojo, dificiles como glándula linfática, interessantes como sabelotodo, etcétera, etcétera.
Todavia no entiendo todo, pero me siento mucho mejor que antes. En conversaciónes noto mas y mas que puedo hablar mejor que antes y mejor que otros voluntarios o turistas.
Eso para aquellos de ustedes que hablan o entienden espanol.
Los proximos blogs serán en alemán otra vez.
Todavia no entiendo todo, pero me siento mucho mejor que antes. En conversaciónes noto mas y mas que puedo hablar mejor que antes y mejor que otros voluntarios o turistas.
Eso para aquellos de ustedes que hablan o entienden espanol.
Los proximos blogs serán en alemán otra vez.
Samstag, 14. November 2009
Schwarzwaelder Kirsch ohne Kirsch
Heute hatte mein Gast-Vater Geburtstag. Zum Tee - hier wird Tee bzw. Kaffee so um 6 getrunken - gabs Schwarzwaelder Kirschtorte. Selva Negra. Aber ohne Kirsch, weil es hier keine bzw. nur einmal im Jahr Kirschen gibt. Und auch anscheinend keine richtigen eingemachten Kirschen im Supermarkt. Nur Kunstkirschen. Dafuer echte Erdbeeren und Marmelade. War sehr lecker, aber Omas Schwarzwaelder Kirschtorte ist immer noch die beste! Und irgendwie kuemmert meinen Magen nicht, wenn es ihm mal gut geht, dass man sagt, dass man auf 2500 Metern langsamer verdaut... ich hab als einziger 2 Stuecke gegessen, waere auch noch mehr drin gewesen.
Zu der Gelegenheit gabs mal ein Familienfoto: Marion, die einzige der Liebe wegen in Bolivien verbliebene Tochter (die anderen sind zum Studieren in Deutschland), ich, Vater Eduardo, Schwaegerin Chichi, Eduardito, Mutter Carmen.
Zu der Gelegenheit gabs mal ein Familienfoto: Marion, die einzige der Liebe wegen in Bolivien verbliebene Tochter (die anderen sind zum Studieren in Deutschland), ich, Vater Eduardo, Schwaegerin Chichi, Eduardito, Mutter Carmen.
Freitag, 23. Oktober 2009
Parapente
2 hollaendische Voluntaere und ich wollten mal Paragliden. Wir hatten gehoert, dass das hier geht. Eigentlich nur einen Tandemflug. Aber im Gespraech mit dem Instructor ergab sich, dass wir auch einen Kurs machen koennten. Warum auch nicht. Der Instructor ist nach eigenen Angaben der einzige in Bolivien, der eine echte Lizenz aus Europa hat. Freitag abend haben wir am Ufer der Lagune von Cochabamba starten geuebt. Und Samstag morgens sind wir solo-geflogen. Natuerlich mit Radio, also der Instructor, John, hat uns Anweisungen gegeben, was zu tun ist. Gibt aber eignetlich nur 2 Commandos: Izquierda, Derecha. Und bei der Landung sollte man dann noch bremsen. Tja, so ist es gekommen, dass wir eine supernette Truppe von ca 10 Leuten rund um John kennengelernt haben. Haben noch zusammen gegessen, Squash gespielt, am WE werden wir zusammen ins Chapare fahren. Die haben mir schon angeboten, das ganze Jahr ueber zu fliegen (kostenlos) und dafuer ab und zu in der Schule auszuhelfen, wenn Gringos kommen. Werde ich auf jeden Fall machen, wenn alles so weiterlaeuft. Da es mir Montag/Dienstag ziemlich schlecht ging, hab ich leider 2 Starts verpasst, aber immerhin schon 3 auf dem Kasten. Quote von 100% habe ich noch. Die anderen mussten schon oefter den Start abbrechen. Samstag werde ich wieder verpassen, da ich zu einem Treffen von allen Lehrern, Kindergaertnern und Helfern von Proyecto Horizonte muss, aber ich hab dann ja noch das ganze Jahr. Sehr interessant ist eben noch, dass die Paragliding-Schule jetzt erst aufgebaut wird. D.h. dabei kann ich dann auch mithelfen bzw. das kann ich miterleben. Web-Site, Werbevideos, irgendwo werd ich dann wohl noch meine Finger im Spiel haben. Die zukuenftige Schule hat mit der Gemeinde, wo sie im Moment immer fliegen (mit den Anfaengern) einen Vertrag ueber die Nutzung und Bereitstellung der Flaeche. Insgesamt hoffen sie nateurlich den Tourismus damit anzukurbeln fuer die Region. So, ein Video sagt mehr als 1000 Worte:
Dienstag, 20. Oktober 2009
Hause
So. Fahrrad und 2 Gitarren gekauft. Eine fuer die Schule, eine fuer zuhaus. Ausserdem hab ich eine klasse Seite im Internet mit Akkorden und Texten gefunden: http://www.yourchords.com/. Und http://www.lieder-archiv.de/ oder http://www.volkslieder-songarchiv.de/ fuer Kinderlieder, die ich dann onthefly fuer die Kinder ins Spanische uebersetze - was dann ziemlich komisch wird. Uebe zwar nicht fleissig, aber immerhin ab und an. Das Fahrrad duerfte in Deutschland nicht verkauft werden, einige Teile fallen schon vom angucken ab, aber dafuer hats ja auch nur 40 EUR gekostet. Kommt aus China. Hat auch doch schon 3 Touren durch die City ueberstanden.

Dann wollte ich ja noch von meiner neuen Unterkunft berichten. Hier sind ein paar Bilder. Das wichtigste fehlt zwar - ein Bild der Familie. Aber das wird nachgeholt, wenn wir alle fit sind. Mir gings die letzten 2 Tage nicht so gut; Carmen, die Mutter hat sich den Fuss verstaucht und wuerde bei Fotos wohl auch nicht so gluecklich aussehen. Ich hab ihr 2 Sportsalben geliehen, sie hat mir ne Gesund-Werd-Suppe gekocht. Hat geklappt. Das Haus mitsamt Einrichtung ist sehr alt und nicht besonders in Schuss, aber sympathisch und sauber. Und mitten im Zentrum von Cochabamba. Gefaellt mir sehr gut hier, besonders weil die Familie wirklich supernett ist.
Dann wollte ich ja noch von meiner neuen Unterkunft berichten. Hier sind ein paar Bilder. Das wichtigste fehlt zwar - ein Bild der Familie. Aber das wird nachgeholt, wenn wir alle fit sind. Mir gings die letzten 2 Tage nicht so gut; Carmen, die Mutter hat sich den Fuss verstaucht und wuerde bei Fotos wohl auch nicht so gluecklich aussehen. Ich hab ihr 2 Sportsalben geliehen, sie hat mir ne Gesund-Werd-Suppe gekocht. Hat geklappt. Das Haus mitsamt Einrichtung ist sehr alt und nicht besonders in Schuss, aber sympathisch und sauber. Und mitten im Zentrum von Cochabamba. Gefaellt mir sehr gut hier, besonders weil die Familie wirklich supernett ist.
Mittwoch, 14. Oktober 2009
Bloqueos - Ushpa Ushpa
So. Wird Zeit, dass ich mal wieder poste, hat sich einiges aufgestaut. Letzte Woche waren Landesweit Strassenblockaden (nichts ungewoehnliches). Ob das jetzt mit den landesweiten Blockaden zusammenhing oder nicht, jedenfalls auch bei uns. Die Strasse in den Sued-SuedOsten wurde besetzt. Und mit Steinen und brennenden Reifen blockiert. Das Komische daran ist, dass sich die Leute eigentlich nur selbst blockieren, weil die Landstrasse voellig unbedeutend ist. Man erfaert nicht von Plakaten etc. wogegen sie eigentlich protestieren. Das muss man schon so wissen oder erfragen bei jemandem der es vielleicht weiss. Anscheinend wurde gegen Muell, Muellabfuhr, evtl auch fuer mehr Hilfe in Sachen Strom- und Wasserversorgung (das war das landesweite) protestiert. Interessant ist, dass die Muelldeponie vor den ersten Siedlungen in der Gegend war. Und sich Leute angesiedelt haben, die teilweise dann vom Muell leben. Es gab viel "schoenere" Blockaden, aber da hab ich mich nicht getraut zu fotografieren. Ich denke es wird noch einige Male vorkommen, und bolivianische Frauen zuhauf auf der Strasse gibts eigentlich ueberall. Also nen anderes Mal dann.
Auch die drumherum fuehrenden brutal schlechten Feldwege werden blockiert. Manchmal kann sich da noch ein Taxi durchkaempfen, am Donnerstag hats nicht geklappt. Da mussten wir einige Kilometer zu Fuss uebers verbrannte Land (Ushpa-Ushpa) zuruecklegen:
Verbrannte Erde, weil sich hier durch den Abbau von Mineralien die Erde schwarz gefaerbt hat. Das schoenste Bild von der (da die Sonne wie eigentlich immer auch schon um 9 Uhr morgens total knallt und die Luft staubig ist: Tor-) Tour.
Das schoenste Bild, aber extrem traurig. Einige Menschen sitzen hier in der Hitze und klopfen mit Hammer und Steinen oder auch mal einem Meissel auf anderen Steinen rum und hoffen, etwas Metall (welches auch immer, hab ich nicht verstanden) zu finden. Fortschritt sieht anders aus. Im Hintergrund ein Huegel mit Haesern... Oder Teilen von Haeusern, es wird solang gebaut, wie man es bezahlen kann, oft kommen sie nicht weit damit. Pflanzen? Fehlanzeige. Alles staubig - und dreckig. Ich hab erst ueberlegt nur das schoenste Bild hochzuladen. Aber ich kann ja nicht nur von Festen berichten, wo sich alle schick gemacht haben, das erweckt ja den Eindruck von einer heilen Welt. Jetzt wird mal die andere Seite gepostet. Auf dem Land ist alles furchtbar dreckig. Staubig sowieso, aber die Plastiktueten fliegen ueberall rum. Hier mal 2 Eindruecke von dem Weg.

Selbstjustiz der Kommunen ist besonders seit Evo Morales an der Macht ist wohl wieder ein besonderes Thema (s. erhaengter Ladron).
Es gibt viele Missstaende... wie z.B. Muell, oder dass die Polizei gar nicht erst in solche Orte wie Ushpa-Ushpa kommt (O-Ton Polizei: Kostet zu viel Zeit und Sprit (sind 10 km vom Zentrum)); aber Korruption in der Justiz, der Polizei, der Regierung ist das groesste Problem Boliviens. Koennte jetzt Stunden referieren ueber Bolivien... aber ... nen anderes Mal. Besonders von meiner (neuen, dazu spaeter mehr) Gastfamilie hab ich einiges ueber das Land erfahren. Bis demnaechst!
Dienstag, 6. Oktober 2009
rot gelb blau
Heute haben wir versucht, mit den Kids, naja, Twister, also eine abgewandelte Version davon, zu spielen. Hatte nen Wuerfel gebastelt und auf dem Schulhof mit Kreide ein paar Kreise gemalt. In rot, gelb und blau. Und jeweils entweder ne Hand oder nen Fuss. Das mit den Farben war schon schwierig genug. Wir habens auch erst mit 3 Kids in der Mitte versucht, war dann aber zu kompliziert. War trotzdem witzig.
Beim Computerunterricht, den ich allein gebe Teil2, gabs diesmal wieder nach 5 Minuten einen Stromausfall. Ging dann aber zum Glueck sofort wieder an.
Beim Computerunterricht, den ich allein gebe Teil2, gabs diesmal wieder nach 5 Minuten einen Stromausfall. Ging dann aber zum Glueck sofort wieder an.
Samstag, 3. Oktober 2009
Da warens nur noch 2...
... deutsche Voluntaere. Am Donnerstag haben wir Martin und Thomas verabschiedet, 2 deutsche Voluntaere. 4 Kindergaertnerinnen haben einen kleinen traditionellen Tanz aufgefuehrt.
Heute morgen habe ich bei den Franziskanern mitgeholfen im Stadtzentrum an "Abuelitas" Nahrungsmittel auszuteilen. Werde ich jetzt vlt oefter machen (ist alle 2 Wochen), zumindest bis Christoph da ist.
Nachtrag zum 3.Oktober: Ich wurde schon oefter gefragt, wann der der Unabhaengigkeitstag von Deutschland ist. Dann muss ich immer erklaeren, dass Deutschland keine Kolonie war und dass wir unsere Wiedervereinigung feiern... oder auch nicht.
Nachtrag zum 3.Oktober: Ich wurde schon oefter gefragt, wann der der Unabhaengigkeitstag von Deutschland ist. Dann muss ich immer erklaeren, dass Deutschland keine Kolonie war und dass wir unsere Wiedervereinigung feiern... oder auch nicht.
Mittwoch, 30. September 2009
Computerunterricht
Heute war es dann soweit. Ich hab das erste Mal alleine Computer-Unterricht gegeben. Also auf Spanisch jetzt, si si claro? Die Schueler hatten in der letzten Stunde eine Power-Point Praesentation erstellt, die sie jetzt vortragen sollten. Ich wollte auch vorweg eine praesentieren und den Kids hinterher auch ordentliches Feedback geben.
Die Vorzeichen waren denkbar gut. Ich hatte die wichtigsten Vokabeln gelernt, alle Materialien waren vorbereitet, ich hatte eine Namesliste von den Schuelern, Feedbackzettel, Fragen zu den Themen... Emily, die bisherige Computer-Lehrerin, hat mir noch ein paar Tipps auf den Weg mitgegeben, und Kekse gebacken, die im Computerraum standen. Konnte eigentlich nichts schiefgehen....., ausser? Tja, daran hatte ich nicht gedacht: Stromausfall. Passend zum Beginn des Unterrichts machts dssp und alle Rechner sind aus. Der Beamer natuerlich auch. Hm. Sind halt keine Laptops.
Dann musste ich wohl etwas improvisieren. Auf meinem Netbook (Akku aber ziemlich leer) hatte ich zum Glueck noch eine alte Version von meiner Praesenation und hab erst 4 und spaeter 9 Schuelern meine Praesentation am, naja, ich glaub 9 Zoll Bildschirm gezeigt. Habe soweit es ging ueber Praesentationstechniken referiert und gehofft, dass der Strom wieder angeht. Ging aber nicht. Also hab ich eine andere (mehr oder weniger zufaellig von Nicola zugespielte) selbstlaufende Praesentation gezeigt und ueber die Art der Praesentation und den Inhalt gesprochen. Mit den 4 Maedels in der ersten Stunde ging das gut, mit den 3 Jungs und 6 Maedels in der zweiten Stunde nicht so. Da hab ich erstmal 2 Jungs rausgeschmissen. In der zweiten Gruppe ist dann direkt nach der 2. Prasentation der Laptop ausgegangen. Das ist Timing.
Das wars dann also mit dem letzten Stueck Technik, was noch lief. Dann gings weiter mit Computerunterricht ohne ein einziges elektrisches Hilfsmittel. Ich hab ein paar Kids dazu bekommen, ohne alles ueber ihr Thema zu referieren. Anschliessend haben wir dann besprochen was daran so schwer ist vor der Klasse etwas vorzutragen, warum eine Praesentation hilft usw.
War also alles dabei. Ich glaube aber sogar, die Kinder haben mich immer verstanden... und ich sie auch meistens. Sie haben mir auch mal bei der ein oder anderen Vokabel geholfen. Ich bin jedenfalls ziemlich zufrieden.
Die Vorzeichen waren denkbar gut. Ich hatte die wichtigsten Vokabeln gelernt, alle Materialien waren vorbereitet, ich hatte eine Namesliste von den Schuelern, Feedbackzettel, Fragen zu den Themen... Emily, die bisherige Computer-Lehrerin, hat mir noch ein paar Tipps auf den Weg mitgegeben, und Kekse gebacken, die im Computerraum standen. Konnte eigentlich nichts schiefgehen....., ausser? Tja, daran hatte ich nicht gedacht: Stromausfall. Passend zum Beginn des Unterrichts machts dssp und alle Rechner sind aus. Der Beamer natuerlich auch. Hm. Sind halt keine Laptops.
Dann musste ich wohl etwas improvisieren. Auf meinem Netbook (Akku aber ziemlich leer) hatte ich zum Glueck noch eine alte Version von meiner Praesenation und hab erst 4 und spaeter 9 Schuelern meine Praesentation am, naja, ich glaub 9 Zoll Bildschirm gezeigt. Habe soweit es ging ueber Praesentationstechniken referiert und gehofft, dass der Strom wieder angeht. Ging aber nicht. Also hab ich eine andere (mehr oder weniger zufaellig von Nicola zugespielte) selbstlaufende Praesentation gezeigt und ueber die Art der Praesentation und den Inhalt gesprochen. Mit den 4 Maedels in der ersten Stunde ging das gut, mit den 3 Jungs und 6 Maedels in der zweiten Stunde nicht so. Da hab ich erstmal 2 Jungs rausgeschmissen. In der zweiten Gruppe ist dann direkt nach der 2. Prasentation der Laptop ausgegangen. Das ist Timing.
Das wars dann also mit dem letzten Stueck Technik, was noch lief. Dann gings weiter mit Computerunterricht ohne ein einziges elektrisches Hilfsmittel. Ich hab ein paar Kids dazu bekommen, ohne alles ueber ihr Thema zu referieren. Anschliessend haben wir dann besprochen was daran so schwer ist vor der Klasse etwas vorzutragen, warum eine Praesentation hilft usw.
War also alles dabei. Ich glaube aber sogar, die Kinder haben mich immer verstanden... und ich sie auch meistens. Sie haben mir auch mal bei der ein oder anderen Vokabel geholfen. Ich bin jedenfalls ziemlich zufrieden.
Sonntag, 27. September 2009
Cancha
Am Samstag war ich mal wieder auf der Cancha einkaufen. Das ist wohl der groesste Markt Suedamerikas. Ich hab mich etwas erschrocken, als ich um 17.20 im Truffitaxi auf dem Rueckweg gemerkt hab, dass ich 5 Stunden auf dem Markt war. Dabei habe ich nicht mal die Haelfte des Marktes gesehen. Immerhin habe ich eine Schwimmbrille, -Kappe und -Hose (13 EUR), 2 Polohemden (8 EUR), 1 Hut (2 EUR), 1 Fussballshirt (7 EUR), 3 Ananasscheiben (40 Cent), 2 Stuecke Wassermelone (20 Cent) und 3 Unterhosen (7 EUR) gekauft. Ausserdem hab ich Gittarren ausprobiert. Gibt es ab ca 19 EUR. Mit Tasche 21. Gar nicht so schlecht. Werd ich mir wahrscheinlich bald zulegen, aber erstmal umziehen. Nach Fahrraedern hab ich auch geschaut. Gibt es ab 38 EUR. Wo ich schon so viele Preise aufliste: Ein Taxi kostet hier innerstaedtisch 70 Cent, Ein TruffiTaxi, also ein Linientaxi wie Bus 15 Cent. Ich muss zur Schule in Ushpa-Ushpa einmal umsteigen, zahle also jeden Tag 2*2*15Cent fuer den Transport. Jetzt wisst Ihrs.
Heute war eine grosse Ausstellung auf dem Platz wo letztens die Miss-Kindergarten-Wahl war. Diesmal wurde das komplette Projekt von Kindergarten bis Gesundheitszentrum an Informationsstaenden vorgestellt und Schueler haben Ergebnisse aus Ihrem Unterricht gezeigt.
Deshalb ist morgen frei und ich kann mal sauber, Waesche und Sport machen. Dienstag gehts dann weiter... freu mich schon auf das Mittagessen mit Melanie und Aleyda.
..
Heute war eine grosse Ausstellung auf dem Platz wo letztens die Miss-Kindergarten-Wahl war. Diesmal wurde das komplette Projekt von Kindergarten bis Gesundheitszentrum an Informationsstaenden vorgestellt und Schueler haben Ergebnisse aus Ihrem Unterricht gezeigt.
Deshalb ist morgen frei und ich kann mal sauber, Waesche und Sport machen. Dienstag gehts dann weiter... freu mich schon auf das Mittagessen mit Melanie und Aleyda.
Freitag, 25. September 2009
Alltag
Der Alltag ist langsam eingekehrt. Ich gehe jetzt immer morgens in den Kindergarten und nachmittags in den Computerunterricht. Besonders im Kindergarten lerne ich noch einiges. Zum Beispiel das Lied von den 5 Ositos: "Cinquo Ositos saltaban en la cama. Uno cayó y se golpió. Su mama asustada llamó al doctor, y el doctor dijo, no mas saltos de osos en la cama!" Macht schon sehr viel Spass. Gestern haben wir den Kids ein kleines Theaterstueckchen vom Fruehling vorgefuehrt. Ich war die Sonne. Achso, ich lerne jetzt ein bisschen Akkordeon-Spielen, werde dann bald mit den Kindern musizieren. Gitarre oder Klavier gibts leider nicht. Kann ja noch kommen....
Dienstag, 22. September 2009
Demos Gracias al Señor!
Hola. Seit Montag gehe ich vormittags in den Kindergarten. Meine Kids sind in der Gruppe Inicial I, so ca 2-3 Jahre muessten sie sein. Veronica, die Kindergaertnerin und die beiden Assistentinnen Johana und Susana beaufsichtigen (jetzt mit mir zusammen) 27 Kinder von 8:00 bis 16:30.
Nachdem wir vor dem almuerzo noch zusammen ein Liedchen gesungen haben, von dem ich zumindest "Demos Gracias al Señor, demos Graaaacias, demos Gracias al Señor por su amor" mitbekommen habe, durfte ich dankenswerterweise ohne Vorankuendigung das Gebet sprechen. Mehr als "Gracias al Señor por su amor y la comida rica" hab ich nicht rausbekommen. Muss mir fuers naechste Mal etwas mehr ueberlegen bzw. abhoeren.

Am Montag war der Dia de los estudiantes, del medico, der perro, de la chocolate usw... nein, nicht ganz, aber del amor, also eine Art Schueler- und Valentinstag in einem. Alle haben sich jedenfalls fein gemacht und es gab einige Veranstaltungen... unter anderem die Wahl zur Miss Kindergarten, jeweils ein Paerchen aus allen Kindergartengruppen wird extrem aufgehuebscht, sogar mit Wimpernklemme bei den Jungs (!!) . Danach muessen sie vor allen ueber den roten Teppich und anschliessend auch noch tanzen. Welch eine Tortour, aber den Cochabambinis gefaellts. Auffaellig ist hier uebrigens, dass die sehr viel klassische europaeische Musik spielen; zu dem Fest sowieso, aber zum einschlafen bekommen die Kinder auch Musik. Da habe ich gleich eine unbekannte Sonate von Mozart wiedererkannt, die ich auch mal aufm Klavier gespielt habe.
Nachdem wir vor dem almuerzo noch zusammen ein Liedchen gesungen haben, von dem ich zumindest "Demos Gracias al Señor, demos Graaaacias, demos Gracias al Señor por su amor" mitbekommen habe, durfte ich dankenswerterweise ohne Vorankuendigung das Gebet sprechen. Mehr als "Gracias al Señor por su amor y la comida rica" hab ich nicht rausbekommen. Muss mir fuers naechste Mal etwas mehr ueberlegen bzw. abhoeren.
Am Montag war der Dia de los estudiantes, del medico, der perro, de la chocolate usw... nein, nicht ganz, aber del amor, also eine Art Schueler- und Valentinstag in einem. Alle haben sich jedenfalls fein gemacht und es gab einige Veranstaltungen... unter anderem die Wahl zur Miss Kindergarten, jeweils ein Paerchen aus allen Kindergartengruppen wird extrem aufgehuebscht, sogar mit Wimpernklemme bei den Jungs (!!) . Danach muessen sie vor allen ueber den roten Teppich und anschliessend auch noch tanzen. Welch eine Tortour, aber den Cochabambinis gefaellts. Auffaellig ist hier uebrigens, dass die sehr viel klassische europaeische Musik spielen; zu dem Fest sowieso, aber zum einschlafen bekommen die Kinder auch Musik. Da habe ich gleich eine unbekannte Sonate von Mozart wiedererkannt, die ich auch mal aufm Klavier gespielt habe.
Cristo de la Concordia
Freitag, 18. September 2009
"It´s a miracle"
Intermedio, pero bajo, muy bajo, das ist die Diagnose von Vicki („Bicki“), der Spanisch-Lehrerin, bei der ich ab nächste Woche Unterricht nehmen werde. Es ist positiv ausgedrückt recht gewöhnungsbedürftig, sich nicht ausdrücken zu können, so wie man es möchte und auch nur wenig zu verstehen von dem was um einen herum gesprochen wird. Aber das wird ja jetzt alles besser.
Ich habe in den vergangenen Tagen viele neue Kollegen im Proyecto Horizonte kennengelernt. Einige Voluntäre sind deutsch, allerdings verlassen die alle nacheinander bis Dezember das Projekt. Es werden dringend weitere Volontäre für längere Zeit gesucht. Die Lehrer sind teilweise staatlich gestellte Lehrer, teilweise von der Organisation direkt engagierte Kräfte, viele Frauen aus der Gemeinde.
Das Proyecto Horizonte mit Kindergarten, Gesundheitszentrum, Frauenzentrum und Schule ist in den letzten 5 Jahren von 0 auf 65 Arbeitskräfte und 600 Schüler und Kindergartenkinder extrem schnell gewachsen und wird weiter wachsen. Weitere Räumlichkeiten für die Schule und ein Technologiezentrum werden gebaut. Bis zu 2000 Schüler könnten in ein paar Jahren aufgenommen werden. Bis dahin ist aber noch einiges zu tun.
Am besten macht Ihr Euch aber über die Website von Proyecto Horizonte (s.u.) ein Bild davon, es sieht hier auch wirklich so aus. Es ist wirklich beeindruckend, was hier in 5 Jahren auf die Beine gestellt wurde. Gestern war wieder ein Besuch aus der Stadt vor Ort. Von einem der Besucher stammt der Titel des Posts.
Obwohl alles gut durch-organisiert ist und in der Vergangenheit große Erfolge erzielt wurden, ist das Projekt kein Selbstläufer. Es fehlt an allen Ecken und Enden. An der Baustelle fehlen Materialien, es fehlen Lehrer, Volontäre, Geld, Computern usw. usw..
Ich habe in dieser Woche erstmal alles kennen gelernt und habe am Computer-Unterricht teilgenommen. Emily, die Volontärin, die den Computer-Unterricht gibt, wird nur noch bis Ende des Jahres da sein. Danach, also auch zum Beginn des neuen Schuljahres werde ich dann den Unterricht übernehmen. Das ist auch in sofern interessant, dass ich den Lehrplan mitgestalten kann. Es gibt nur Zielvorgaben, die die Schüler letztendlich erfüllen müssen, Computergrundlagen, Word, Power-Point, Excel. Daneben gibt es eine pädagogische Lernsoftware, die die Schüler der unteren Klassen nutzen können. Und auch Volontäre zum Spanisch-Lernen :). Außerdem werde ich grad am Anfang im Kindergarten aushelfen, was wohl auch gut ist zum Spanisch Lernen.
Die Zeitumstellung (-6) hab ich noch nicht ganz verinnerlicht. Bin schon hundemüde. Gute Nacht!
Ich habe in den vergangenen Tagen viele neue Kollegen im Proyecto Horizonte kennengelernt. Einige Voluntäre sind deutsch, allerdings verlassen die alle nacheinander bis Dezember das Projekt. Es werden dringend weitere Volontäre für längere Zeit gesucht. Die Lehrer sind teilweise staatlich gestellte Lehrer, teilweise von der Organisation direkt engagierte Kräfte, viele Frauen aus der Gemeinde.
Das Proyecto Horizonte mit Kindergarten, Gesundheitszentrum, Frauenzentrum und Schule ist in den letzten 5 Jahren von 0 auf 65 Arbeitskräfte und 600 Schüler und Kindergartenkinder extrem schnell gewachsen und wird weiter wachsen. Weitere Räumlichkeiten für die Schule und ein Technologiezentrum werden gebaut. Bis zu 2000 Schüler könnten in ein paar Jahren aufgenommen werden. Bis dahin ist aber noch einiges zu tun.
Am besten macht Ihr Euch aber über die Website von Proyecto Horizonte (s.u.) ein Bild davon, es sieht hier auch wirklich so aus. Es ist wirklich beeindruckend, was hier in 5 Jahren auf die Beine gestellt wurde. Gestern war wieder ein Besuch aus der Stadt vor Ort. Von einem der Besucher stammt der Titel des Posts.
Obwohl alles gut durch-organisiert ist und in der Vergangenheit große Erfolge erzielt wurden, ist das Projekt kein Selbstläufer. Es fehlt an allen Ecken und Enden. An der Baustelle fehlen Materialien, es fehlen Lehrer, Volontäre, Geld, Computern usw. usw..
Ich habe in dieser Woche erstmal alles kennen gelernt und habe am Computer-Unterricht teilgenommen. Emily, die Volontärin, die den Computer-Unterricht gibt, wird nur noch bis Ende des Jahres da sein. Danach, also auch zum Beginn des neuen Schuljahres werde ich dann den Unterricht übernehmen. Das ist auch in sofern interessant, dass ich den Lehrplan mitgestalten kann. Es gibt nur Zielvorgaben, die die Schüler letztendlich erfüllen müssen, Computergrundlagen, Word, Power-Point, Excel. Daneben gibt es eine pädagogische Lernsoftware, die die Schüler der unteren Klassen nutzen können. Und auch Volontäre zum Spanisch-Lernen :). Außerdem werde ich grad am Anfang im Kindergarten aushelfen, was wohl auch gut ist zum Spanisch Lernen.
Die Zeitumstellung (-6) hab ich noch nicht ganz verinnerlicht. Bin schon hundemüde. Gute Nacht!
Dienstag, 15. September 2009
Ankunft
Ich bin gut in Cochabamba gelandet und wurde von Martin, einem anderen Volontär abgeholt. Die Fluege (TAM) waren unspektakulaer, das Essen mittelmaessig.
Außer, dass ich lebe, kann ich noch nicht viel berichten (als Beweis hier ein Foto aus meiner Unterkunft für die nächsten Tage). Ich werde mich bald mit den ersten Eindrücken wieder melden.
Donnerstag, 6. August 2009
Flug gebucht
Ich fliege am 14.09., 22:05 aus Frankfurt über Sao Paulo und Asunción nach Cochabamba und bleibe dort ca. 11 Monate. Die Zeitangaben unter dem Blogeintrag sind auch jetzt schon bolivianisch, also MESZ-6.
Montag, 27. Juli 2009
Blog erstellt
Punkt 27 aus der Hundertpunkteliste erledigt: Blog erstellen.
Für alle, die "RSS/Blog Feed" noch nie gehört haben, bzw. hier keinen passenden User haben, habe ich auch eine automatische EMail-Benachrichtigung bei neuen Posts eingestellt und kann Interessenten gerne in den Verteiler ein- oder austragen. Sagt einfach Bescheid.
Michael
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